Demenzarbeit überschreitet Grenzen: Demantec-Veranstaltung in Slagelse


Vier Mal im Jahr treffen sich alle Partner des deutsch-dänischen Demenzprojekts Demantec, um Wissen auszutauschen und die Zusammenarbeit zu stärken. Im Dezember 2016 fand die Veranstaltung am University College Absalon in Slagelse, Dänemark statt. Wie die Bürger davon profitieren können, dass Unternehmen und Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten – das war das Thema des Tages. Hier können Sie Fotos von der Veranstaltung sehen.


Ein kalter Winternebel lag über Slagelse, als die Partner des deutsch-dänischen Demenzprojektes Demantec am 14. Dezember 2016 eintrafen. Thema dieser Netzwerkveranstaltung, von welchen es vier Jährlich geben soll, war das Potential, wenn Bildungseinrichtungen und Unternehmen eng zusammenarbeiten, um wohlfahrtstechnologische Lösungen der Zukunft zu erschaffen.

Die Teilnehmer hielten, trotz der winterlichen Temperaturen, ihr Fokus auf das Tagesthema und auf die Netzwerkmöglichkeiten, die der Tag zu bieten hatte.

Professor Dr. Bosco Lehr von der Hochschule Flensburg ist übergeordneter Projektleiter für Demantec und stellte den Teilnehmern eine interessante Frage: ”Wie erreichen wir, dass junge Menschen Lust auf die Demenzpflege haben und somit dazu beitragen, die vielen technologischen Lösungen, die zur Zeit auf den Markt kommen, zu implementieren?”.

Eine Antwort könnte die enge Zusammenarbeit bei der Entwicklung einer konkreten Technologie sein, sowie das Unternehmen ANYgroup und die Bildungseinrichtung University College Absalon es getan haben. Vierzig Studenten haben durch verschiedene Workshops und Testabläufe einen neuen Bettsensor für Krankenhäuser geprobt. Die fertigen Sensoren sind ein kommerzieller Erfolg und sind bereits in einigen Krankenhäusern in Dänemark eingeführt worden.

Berit Hvalsøe, Leiterin für Ernährung und Rehabilitation am University College Absalon betont, dass die Studenten ausgiebig von der Zusammenarbeit profitieren, aber dass es selbstverständlich kein herausforderungsfreier Prozess ist. ”Die Studenten lernen bei uns mehr als im vorgeschriebenen Pensum eingebunden ist und erhalten so zusätzliches Wissen. Andererseits ist es für uns als Institution eine Herausforderung, agil genug in der Zusammenarbeit mit den Unternehmen zu sein“ sagt sie.

Im Laufe des Tages waren zwei Pausen im Programm eingeplant, sodass die Teilnehmer die Demantec-Partner bei einem „Marktplatz“ antreffen konnten. Hier gab es die Möglichkeit, aktuelle Technologien am eigenen Körper auszutesten, sowie zum Beispiel der Wellness Nordic Schaukelstuhl und IntelligentLIFE, eine App, die intelligente Sensoren mit einer Kommunikationsplattform kombiniert.

Laut Prof. Dr. Bosco Lehr ist es wichtig, dass alle Partner eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dänischen und deutschen Unternehmen sichern. Denn nur beim Aufbau eines grenzüberschreitenden Austausches von Wissen, gemeinsamen Kompetenzen und gemeinsamer Innovation, ist es möglich ein Milieu zu erschaffen, in dem dänische und deutsche Studenten nach ihrer Ausbildung regional arbeiten können. Die Realität heute ist jedoch, dass gute Jobmöglichkeiten, sowohl in Dänemark als auch in Deutschland, hauptsächlich in großen Städten wie Kopenhagen und Berlin vorhanden sind.

Diese Arbeit ist ein wichtiger Teil des Demantec-Projektes und ist gleichzeitig eines der Ziele des deutsch-dänischen eHealth Innovation Centers, welches der Professor den Demantec-Partnern präsentierte.

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