Demantec Netzwerk-Konferenz


Im Januar veranstaltete Boblberg in Kooperation mit dem Dänischen Roten Kreuz und Life-Partners eine Netzwerk-Konferenz in Kolding (DK) um neue Ideen zu technischen Lösungen zur Unterstützung von Angehörigen von Menschen mit Demenz zu sammeln.


Am 14. Januar 2020 trafen sich die Demantec Projektpartner, Interessierte und Organisationen aus dem Bereich Pflege zur Netzwerk-Konferenz an der Southern Denmark University in Kolding um Wissen und Erfahrungen zu dem Thema „Angehörige von Menschen mit Demenz“ auszutauschen.

WorkshopAuf der Konferenz wurden Erfahrungen aus früheren Projekten vorgestellt, wie beispielsweise aus dem  Projekt „OPI-LDL“, das initiativ dazu beigetragen hat in Dänemark neue technische Lösungen zu generieren, die auch von Angehörigen genutzt werden können. Der Vortrag wurde von der ehemaligen Projektmanagerin Majbritt Rostgaard Evald, Wissenschaftlerin am Institut für Entrepreneurship und Relationship Management, präsentiert.

Majbritt präsentierte die Entw cklung der häuslichen Pflege von Menschen mit Demenz. Zunächst konzentrierte sich diese auf den erkrankten Menschen, heute liegt der Fokus auf dem pflegenden Angehörigen. Während des Vortrags wurden die Teilnehmer kontinuierlich nach dem Projektprozess befragt. Daraus entstand der erste Workshop zur Entwicklung neuer Ideen für technische Lösungen, die den Angehörigen im Alltag helfen können.

IPresentation of the resultsm ersten Workshop wurden Themen bearbeitet, die auf den bisherigen Forschungsergebnissen der Hochschule Flensburg (Flensburg University of Applied Sciences) basieren. Die in diversen Studien herausgearbeiteten Themen sind für die Angehörigen wichtig und eine Adressierung durch technische Lösungen kann sie im Alltag unterstützen.

Die zentralen Themen waren „Soziales Umfeld“, „Persönliche Bedürfnisse“ und „Unterstützungsangebote“.

Während des Workshops gab es eine gute Dynamik unter den Teilnehmern, die sich über ihre Erfahrungen aus der Arbeit im Bereich der Pflege unterhielten. Es wurde diskutiert wie das individuelle Wissen über die verschiedenen Themen und das gemeinsame Wissen der Teilnehmer genutzt werden kann, um neue technische Lösungen zu entwickeln.

Auf der Grundlage des ersten Group workWorkshops wurde ein Mini-Design-Sprint durchgeführt, bei dem die Teilnehmer auf kreative Weise dabei halfen spezifische technische Lösungen für die Angehörigen zu identifizieren und einen „Prototyp“ zu entwickeln.

Während dieses Workshops zeigten die Teilnehmer Begeisterung und ein breites Wissen über Demenz, mit vielen Ideen und Vorschlägen  wie eine digitale Lösung aussehen könnte.

Group workIm abschließenden Teil der Konferenz hielt Ulla Sthen Hansen vom Dänischen Roten Kreuz eine Präsentation. Sie sprach darüber wie weit das Netzwerk in Dänemark zwischen Angehörigen, Organisationen, Gemeinden und Unternehmen ausgebaut ist und wie der Einsatz technischer Lösungen stärker einbezogen werden kann. Während des Vortrags überlegten die Teilnehmer wie es sein würde selbst Angehöriger zu sein, wenn ein einfaches Problem im täglichen Leben zu einem schwierigeren (z.B. eine Demenzerkrankung) wird.

In einer Feedbackrunde resümierten die Teilnehmer, dass sie durch die Kombination aus Wissen, Präsentationen und aktiver Teilnahme an beiden Workshops Ideen für neue technische Lösungen finden konnten, die einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität der Angehörigen haben können. Während der Konferenz hatten die Teilnehmer die Möglichkeit sich untereinander zu vernetzen.

Das Gesamtfeedback der Teilnehmer war, dass sich die Teilnahme an der Konferenz sehr gelohnt hat. Die Teilnehmer erhielten die Möglichkeit, sich mit anderen Fachleuten und Interessierten auszutauschen, wie die Lebensqualität Angehöriger von Menschen mit Demenz verbessert werden kann.

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Anders Stæhr & Anne-Sophie Erichsen
as@boblberg.dk & ae@boblberg.dk

https://boblberg.dk/Projekter/Demantec.aspx

Demantec wird gefördert durch Interreg Deutschland-Danmark mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung