Arbeitspaket 3 erfolgreich beendet


Eine Analyse des Demantec Projekts identifiziert erfolgreich die Möglichkeiten und Vorteile in der Anwendung von innovativen Technologien in Pflegeheimen. Die Analyse ist ein Teil der Demantec Arbeitspakets 3, welches am 28. Februar 2018 erfolgreich abgeschlossen wurde. Erfahren Sie hier mehr über die Schlüsselpunkte der Analyse.


Das Arbeitspaket 3 des Demantec Projekts hatte zum Ziel, Möglichkeiten und Einschränkungen für den Gebrauch von innovativen Technologien in Pflegeheimen zu identifizieren. Im ersten Teil des Arbeitspaketes lag der Fokus auf der Ermittlung von Möglichkeiten, Grenzen, Risiken und Chancen des Einsatzes von innovativen technischen Assistenzsystemen in Pflegeheimen. Dazu wurden eine SWOT-Analyse(Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats)und eine PESTLE-Analyse (Political, Economic, Social, Technological and Legal Factors) durchgeführt. Hier finden Sie mehr hierzu.

Die Teilnehmer hielten, trotz der winterlichen Temperaturen, ihr Fokus auf das Tagesthema und auf die Netzwerkmöglichkeiten, die der Tag zu bieten hatte.

image-1

Die umfassenden Recherchen zeigen, dass es in Dänemark und Deutschland nicht ausreichend qualifiziertes Personal in Pflegeheimen gibt. Vor diesem Hintergrund sind Technologien bedeutsam, da sie Pflegefachkräfte unterstützen und die Pflege von Menschen mit Demenz verbessern können. Dabei müssen vor allem in Deutschland umfangreiche gesetzliche Regelungen, wie z. B. zum Schutz der persönlichen Daten, berücksichtigt werden.

Die Abbildung gibt einen Überblick über die Meilensteine des dritten Arbeitspaketes.

Auf den eher theoriebasierten ersten Teil folgten praktische Untersuchungen in den Partnerpflegeheimen von Demantec. Ziel war es, Bedürfnisse, die Menschen mit Demenz, deren Angehörige und Pflegepersonal im Pflegeheimalltag aufweisen, zu ermitteln. Im Rahmen dessen wurde ein hermeneutisches, qualitatives Untersuchungsdesign gewählt. Die Feldarbeit setzte sich aus wissenschaftlichen Interviews mit Pflegepersonal und Angehörigen sowie teilnehmenden Beobachtungen und Gesprächen mit Demenzerkrankten in Pflegeheimen zusammen.

Aus dem Datenmaterial konnten acht Themen identifiziert werden, die die Bedürfnisse der Zielgruppen in Deutschland und Dänemark zusammenfassen. Sie sind die Grundlage für das Testen von Technologien in Pflegeheimen im Rahmen von Arbeitspaket 5. Die Forschungsergebnisse zeigen beispielsweise, dass es für Angehörige und Pflegepersonal essenziell ist, die Lebensgeschichte von Demenzerkrankten zu kennen, um ihre Lebensqualität verbessern zu können.Daher sollten Technologien die Lebensgeschichten von dementen Bewohnerinnen und Bewohnern berücksichtigen.

Untersuchungen über den Gebrauch von mobilen Endgeräten

Auch der Meilenstein 3.3 war praktischer Natur. Es fanden Usability-Tests mit Demenzerkrankten und Pflegebedürftigen in deutschen Pflegeheimen statt. In diesem Zusammenhang kamen Smartphones, Tablet-PCs und Smartwatches in den Pflegeheimen zur Anwendung. Die mobilen Endgeräte wurden den Bewohnerinnen und Bewohnern vorgestellt. Die Untersuchungsteilnehmer wurden gebeten, die Geräte auszuprobieren und ihre Meinung zu diesen Geräten zu äußern. Zur Bewertung kam eine System-Usability-Skala zum Einsatz.

Die Demenzerkrankten und Pflegebedürftigen bevorzugen Tablets im Vergleich zu Smartphones und waren sehr interessiert daran, digitale Fotos anzuschauen und daran die Videochatfunktion auszuprobieren. Für die meisten Teilnehmer/innen war es außerdem sehr spannend einen Telefonanruf über eine Smartwatch zu führen.

Im letzten Teil des Arbeitspaketes 3 wurden eine Markt- und eine Potentialanalyse durchgeführt. Ziel war es, eine Marktübersicht zu erstellen sowie Potentiale von technischen Assistenzsystemen aufzuzeigen. Produkte, die mit Life-Manager (Produkt des Demantec Praxispartners Life-Partners) und IntelligentCARE (Produkt des Demantec Praxispartners ANYgroup) vergleichbar sind, wurden recherchiert und gegenübergestellt.

Im Rahmen der Potentialanalyse konnten dadurch Schwächen- und Stärkenprofile erstellt werden. So konnten fast alle Produkte mit positiven Ergebnissen hinsichtlich der Nutzbarkeit punkten. Bei einigen Produkten besteht allerdings Optimierungspotential hinsichtlich des Datenschutzes. Da Technologien im Gesundheitswesen sensible und vertrauliche Informationen verarbeiten, sollten Produktentwickler in die Verbesserung des Datenschutzes investieren.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen im Arbeitspaket 3 finden Sie hier.

Weitere Informationen

Die Tests zur Benutzerfreundlichkeit wurden im Rahmen des Demantec Arbeitspaket 3 von der Flensburg University of Applied Science vorgenommen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie gerne Julia Riesch, Research Assistent, Institut for eHealth and Management in Health Care, Flensburg University of Applied Sciences, T. +49 461 48161-222, julia.riesch@hs-flensburg.de

Interessiert an weiteren aktuellen Informationen zum Projekt?